GATOM
Berufliche Mobilität
Hintergrund des Projektes GATOM bildeten die wirtschaftlichen und demographischen Veränderungen, welche dazu führen, dass ein immer höherer Anteil der Erwerbsbevölkerung sich gezwungen sieht, den erlernten Beruf zu verlassen, um eine zweite (oder dritte) Berufslaufbahn einzuschlagen. Daraus entsteht eine spezielle Form beruflicher Mobilität: Die betroffenen Personen sind mit sinkenden Arbeitsmarktchancen konfrontiert, obwohl sie über eine Ausbildung verfügen und im Erwerbsleben stehen.
GATOM verfolgte das Ziel, eine Bevölkerungsgruppe zu analysieren, die zwischen Stühle und Bänke fällt: Personen mit einem hohen Arbeitslosigkeitsrisiko, die aber vorläufig noch im Arbeitsmarkt integriert sind. Die Projektidee lautete: Wenn es gelingt, die Problematik der unfreiwilligen Mobilität besser zu verstehen, wird es auch möglich sein, präventive Massnahmen zu entwickeln, damit diese Bevölkerungsgruppe den Umstieg in einen neuen Beruf ohne Umweg über die Arbeitslosigkeit schafft.
Im Rahmen von GATOM wurden in der Schweiz folgende Resultate erreicht:
- Bestandesaufnahme bezüglich beruflicher Mobilität für die drei Berufe Sanitärinstallateur, Koch und PflegehelferIn
- Durchführung und Auswertung von Interviews mit je 5 Arbeitgebern und 5 Arbeitnehmern der drei Berufe
- Vernetzung der relevanten Akteure bei diversen Veranstaltungen
2009 konnte GATOM erfolgreich abgeschlossen werden. Das Projekt hat gezeigt, dass die Fragen, die bei GATOM zur Diskussion standen, von steigender Aktualität sind und dass im Bereich der beruflichen Mobilität von Personen, die unfreiwillig einen Berufswechsel anvisieren müssen, Forschungs- und Handlungsbedarf besteht. Im Rahmen des Projektes konnten einige Faktoren identifiziert werden, die diesbezüglich zu beachten sind.




