Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB

Schweizer Weiterbildung goes Europe



Erfolgreicher Projektworkshop

Fast 40 Personen informierten sich am 15. Dezember 2010, im Zentrum für Weiterbildung in Zürich über die Chancen und Herausforderungen der EU-Förderprogramme. Durch die volle Beteiligung am EU-Programm für Lebenslanges Lernen ab 2011, eröffnen sich neue Perspektiven für Weiterbildungseinrichtungen in der Schweiz. Entsprechend gross war das Interesse der Teilnehmer.

Bis heute sind die EU-Programme und das Verfahren, wie man EU Anträge stellt, noch wenig bekannt. Der SVEB schloss diese Lücke mit dem Workshop. Beleuchtet wurden die Programme Leonardo da Vinci und Grundtvig. Erstes trägt dazu bei, Menschen für die berufliche Bildung zu sensibilisieren und Grundtvig ist das Programm für die Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung. Es bietet Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu verbessern um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Beiden Programmen gemeinsam ist das Mobilitätsprinzip. Organisationen können mit Partnern aus ganz Europa zusammenarbeiten, bewährte Projekte austauschen und die Kompetenz ihres Personals erweitern. Mit vorbereitenden Besuchen, Assistenzstellen, Austauschprogrammen und Weiterbildungskursen können die Türen von und nach Europa geöffnet werden.

Der Experte Holger Bienzle der Firma «die Berater» aus Wien informierte aus seiner langjährigen Praxis mit EU Projekten. Anhand vieler Beispiele zeigte er auf, wo die Chancen und die Stolpersteine bei der Antragsstellung und in der Projektarbeit liegen. Für Institutionen, die an den Programmen mitarbeiten wollen, lieferte er wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfen, zum Beispiel wie die Kompetenzen und Ressourcen für ein Projekt eruiert werden und, ob die Beteiligung an einem EU Projekt für die Institution sinnvoll ist.

Im zweiten Teil der Tagung stellte Monika Eicke von der ch Stiftung die Aufgaben der nationalen Agentur vor. Sie erklärte die Abgrenzung der zentralen und dezentralen Eingaben am Beispiel des Programms Grundtvig. Die Teilnehmer erhielten einen Überblick, welche Anträge in der Schweiz (dezentral) und welche in Brüssel (zentral) gestellt werden müssen. Im praktischen Teil des Workshops leitete Holger Bienzle die Teilnehmer an, wie die Antragsstellung für ein zentrales EU Projekt angegangen wird und stellte dazu nützliche Hilfsmittel vor. Der Tag lieferte die nötigen Grundlagen mit denen Institutionen nun die neuen Möglichkeiten der EU-Programme ausschöpfen und in zahlreichen, innovativen Projekten mitwirken können. 

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