Zahlen und Fakten
Wer sind die Illettristen?
Eine Auswertung der ALL-Daten zeigt, dass sich die Gruppe der Personen, welche von Illettrismus betroffen ist, sehr heterogen zusammensetzt. Illettrismus kommt in allen Gesellschaftsschichten vor. Auch Personen in guter beuflicher Stellung sind davon nicht ausgenommen.
Dennoch können Personengruppen identifiziert werden, welche einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, von Illettrismus betroffen zu sein. Es sind dies Personen
- ohne nachobligatorische Ausbildung
- deren Eltern über ein tiefes Ausbildungsniveau verfügen
- deren Muttersprache nicht der lokalen Amtssprache entspricht
- welche nur selten lesen und schreiben.
Gemäss der BASS-Studie lässt sich die Gruppe der Personen mit Leseschwäche wie folgt beschreiben:
- Zwei Drittel der leseschwachen Personen haben mindestens die Hälfte der Schulbildung in der Schweiz absolviert.
- 40% der leseschwachen Personen haben keine Berufsausbildung.
- 60% der Leseschwachen sind erwerbstätig: Sie haben aber deutlich tiefere Löhne und sind eher älter als der Durchschnitt der erwerbstätigen Bevölkerung.
- 8.7 Prozent der leseschwachen Bevölkerung beziehen Arbeitslosengelder (gegenüber 3 Prozent der übrigen Personen).
- 60% der leseschwachen Personen geben die Sprache, in der ihre Lese- und Schreibfähigkeiten getestet wurden, als ihre Muttersprache an.




