Sensibilisierung für Lebenslanges Lernen
Für die Weiterbildung gilt, was auch im übrigen Bildungssystem gilt: Die Bildungschancen sind ungleich verteilt. Dabei haben gerade die Bevölkerungsgruppen, die am wenigsten Zugang zu Weiterbildung haben, zugleich ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und Armut. Wer seine Kompetenzen nicht laufend weiterentwickelt, kann leicht den Anschluss an die Arbeitswelt verpassen. Besonders gross ist dieses Risiko bei wenig Qualifizierten und bei Personen mit mangelhaften Grundkompetenzen.
Die Beteiligungsquote an organisierter Weiterbildung liegt in der Schweiz bei jährlich knapp 40%. Das heisst: Rund 2 von 5 Erwachsenen nehmen innerhalb eines Jahres an Weiterbildungsveranstaltungen teil. Das heisst umgekehrt auch: 3 von 5 Personen bilden sich nicht weiter.
Mit Sensibilisierungsmassnahmen versucht man, alle Bevölkerungsgruppen davon zu überzeugen, dass sie ein Leben lang lernen können und sollten. Ziel ist es, die seit langem stagnierenden Beteiligungsquoten langfristig deutlich zu erhöhen.
Als Massnahmen werden vor allem Kampagnen eingesetzt. Die bislang grösste Kampagne ist das Lernfestival. Die zweite, regelmässig wiederkehrende Kampagne ist der jährliche Weltalphabetisierungstag (8. September).
Was bisher geschah
- 1996: erstes schweizerisches Lernfestival. Insgesamt haben bisher 5 Lernfestivals stattgefunden (1996, 1999, 2002, 2005, 2008)
- Es wurden diverse Projekte durchgeführt, deren Ziel in der Sensibilisierung spezifischer Zielgruppen lag. Sensibilisierung ist einer der Projektschwerpunkte des SVEB.
Ausblick
- Ab 2009 findet das Lernfestival jährlich statt: Alle 3 Jahre wie bisher ein grosses Festival, in den Zwischenjahren je ein Lernfestivaltag, erstmals am 11./12. September 09 (24-Stunden-Events von 17 Uhr bis 17 Uhr).
- Jährlich finden am 8. September Veranstaltungen zum Weltalphabetisierungstag statt. Teilweise werden diese mit dem Lernfestival verbunden (so im Jahr 2008).




