Aktionsplan Erwachsenenbildung
Im Jahr 2007 verabschiedete die Europäische Kommission den «Aktionsplan Erwachsenenbildung: Zum Lernen ist es nie zu spät». In ihrer Mitteilung zum Aktionsplan hält die Kommission fest:
«Das Bildungsangebot für Erwachsene hält nicht Schritt mit den Bedürfnissen des Einzelnen und den Anforderungen der Gesellschaft. Dabei sind Investitionen in lebenslanges Lernen gerade jetzt von zentraler Bedeutung, da der Anteil der Erwachsenen (25 - 64 Jahre) an lebenslanger Aus- und Fortbildung in der Europäischen Union (EU) nicht mehr wächst, sondern eher stagniert.
Der Aktionsplan soll lebenslanges Lernen (allgemeine und berufliche Bildung) durch stärkere Betonung der Erwachsenenbildung in der Realität verankern.»
Die wichtigsten Ziele des Aktionsplans sind:
- eine Analyse der Reformen in der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie ihrer Auswirkungen auf die Erwachsenenbildung
- eine Verbesserung der Qualität des Angebots im Bereich Erwachsenenbildung
- Leistungsverbesserungen und eine bessere Wahrnehmung der Erwachsenenbildung
- eine schnellere Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens
- eine verbesserte Überwachung des Bereichs Erwachsenenbildung.
Die Umsetzung des Aktionsplans erfolgt unter anderem über die Bildungsprogramme der EU sowie im Europäischen Qualifikationsrahmen.
Was bisher geschah
- Der Aktionsplan ist seit 2007 in der Umsetzungsphase. Die Schweiz ist auf Expertenebene sowie über Projekte daran beteiligt. Auf politischer Ebene sind die Modalitäten der Schweizer Teilnahme in den bilateralen Verträgen mit der EU geregelt.
Ausblick
- In der zweiten Hälfte 2009 soll eine internationale Konferenz über den Stand der Umsetzung des Aktionsplans informieren.
- Im Jahr 2010 sollen mehrere Berichte erscheinen, die Einblick in die Resultate und Fortschritte des Aktionsplans geben.




