Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB

Europäischer Qualifikationsrahmen EQR



Vgl. auch Kopenhagenprozess

Der Europäische Qualifikationsrahmen EQR (oder: European Qualifications Framework - EQF) dient als Übersetzungsinstrument, um die nationalen Qualifikationen europaweit vergleichbar zu machen. Ziel dieses Ansatzes ist es, die Mobilität von Beschäftigten und Lernenden zwischen den verschiedenen Ländern zu fördern.

Das Kernstück des EQR sind 8 Referenzniveaus. Diese beschreiben, welche Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen die Beschäftigten/Lernenden haben, und zwar unabhängig davon, wo die Qualifikationen erworben wurden. Der EQR gilt für alle Arten von Qualifikationen, von der schulischen über die akademische bis zur beruflichen Bildung.

Beim EQR findet eine Abkehr vom Lerninput (Bsp. Dauer eines Lernprozesses und Art des Bildungsanbieters) statt. Stattdessen orientiert sich der EQR an den Lernergebnissen, das heisst am Output der Lernprozesse. Der EQR soll lebenslange Lernen ausserdem durch die Validierung von nicht-formalem und informellem Lernen fördern.


Was bisher geschah

  • Der EQR wurde am 23. April 2008 vom Europäischen Parlament und vom Rat angenommen

  • Die meisten EU-Mitgliedstaaten haben begonnen, ihre eigenen nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) mit Bezug zum EQR zu entwickeln.



Ausblick

  • Auf EU-Ebene wird empfohlen, die nationalen Qualifikationssysteme bis 2010 auf den EQR zu beziehen und zu gewährleisten, dass sich alle neuen Qualifikationen, die ab 2012 erteilt werden, auf das entsprechende EQR-Niveau beziehen.

  • Der EQR soll die beiden Harmonisierungsprozesse Bologna- und Kopenhagenprozess miteinander verbinden.



Übersicht aller Infos und Dokumente der europäischen Kommission zum EQR:
http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-policy/doc44_de.htm

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