Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB

Nationales Weiterbildungsgesetz (WeBiG)



AKTUELL

Die Schweiz hat ihr erstes Weiterbildunggesezt

Das Parlament hat am 20. Juni 2014 mit der Schlussabstimmung das Weiterbildungsgesetz (WeBiG) definitiv verabschiedet. Im Nationalrat wurde es mit 147 gegen 51 Stimmen angenommen. Der Ständerat stimmte der Gesetzesvorlage mit 37 gegen 6 Stimmen mit einer Enhaltung ebenfalls klar zu.
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Bundesgesetz über die Weiterbildung
(Schlussabstimmungstext vom 19.06.2014)


Weitere Informationen
>> SVEB-News 12.06.20014: WeBiG nimmt die letzte Hürde
>> Medienmitteilung SVEB 05.03.2014: Das WeBiG im Ständerat
>> Medienmitteilung SVEB 12.12.2013
>> Dokumentation Weiterbildungsgesetz SBFI
Botschaft WeBiG Mai 2013




Eckdaten zum Weiterbildungsgesetz


Das Parlament hat am 20. Juni 2014 das Weiterbildungsgesetz (WeBiG) definitiv angenommen. Es tritt 2015 in Kraft. Wie genau das Rahmengesetz in die Praxis umgesetzt wird, definiert die Verordnung mit den Ausführungsbestimmungen.

Die Verordnung tritt jedoch erst 2017 und damit zu Beginn der nächsten Periode der BFI-Botschaft in Kraft. Damit soll die Weiterbildung in die Politik zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) integriert werden.

 

Das Weiterbildungsgesetz regelt als Rahmengesetz:

  • Die gesamte non-formale Weiterbildung. Das heisst: die «strukturierte Bildung ausserhalb der formalen Bildung» (Art. 3). Dazu gehören alle Weiterbildungsangebote, die nicht zu einem staatlich anerkannten Abschluss führen. Non-formale Weiterbildung umfasst einzelne Kurse, Workshops und selbstorganisierte Lerngruppen genauso wie längere Lehrgänge. Dazu gehören auch die Vorbereitungskurse der Höheren Berufsbildung und Weiterbildungen an Hochschulen (Abschlüsse CAS, DAS, MAS).

  • Die „Erforschung und Entwicklung der Weiterbildung“ (Ressortforschung, Finanzierung der Dachverbände)

  • Die Förderung der Grundkompetenzen von Erwachsenen




Die fünf Grundsätze des Weiterbildungsgesetzes
Das Bundesgesetz über die Weiterbildung regelt den gesamten non-formalen Weiterbildungsbereich. Im Zentrum des Gesetzes stehen fünf Grundsätze:

  1. Verantwortung: Das Gesetz hält fest: „Der einzelne Mensch trägt die Verantwortung für seine Weiterbildung“ Die Arbeitgeber sowie Bund und Kantone sollen aber eine Mitverantwortung übernehmen, indem sie die individuelle Weiterbildung unterstützen bzw. „begünstigen“.

  2. Qualität: Die Verantwortung für die Qualität der Weiterbildung liegt wie bisher bei den Anbietern. Das WeBiG soll aber für mehr Transparenz sorgen und bei öffentlich geförderter Weiterbildung die Qualitätsentwicklung in vier Bereichen sicherstellen: Information der Angebote, Qualifikation der Ausbildenden, Lernprogramme, Qualifiaktionsverfahren.

  3. Anrechnung von Weiterbildung: Das WeBiG beauftragt Bund und Kantone, bei der Anrechnung von Bildungsleistungen für Transparenz zu sorgen. Damit sollte es künftig bessere Möglichkeiten geben, Weiterbildung und informelles Lernen an formale Abschlüsss anzurechnen.

  4. Chancengleichheit: In der öffentlich unterstützten Weiterbildung soll das Gesetz die Chancengleichheit erhöhen. Neben der Gleichstellung der Geschlechter erwähnt das Gesetz Menschen mit Behinderung, Ausländer/innen und Wiedereinsteiger/innen.

  5. Wettbewerb: Das WeBiG stellt sicher, dass subventionierte Weiterbildung den Wettbewerb nicht verzerren kann.