Finanzierung der Weiterbildung
Über die Finanzierung der Weiterbildung liegen in der Schweiz keine Statistiken vor. Das heisst: Es ist nicht bekannt, welche Ressourcen in diesen Bildungsbereich fliessen und woher sie stammen.
Da der Weiterbildungsbereich nur über rudimentäre gesetzliche Regelungen verfügt, sind auch die Zuständigkeiten bei der Förderung zersplittert und intransparent.
Bekannt ist, dass Bund, Kantone und Gemeinden zusammen ca. 26 Mrd. CHF pro Jahr in Bildung investieren. Die Weiterbildungsausgaben werden nicht gesondert ausgewiesen. Schätzung zufolge geben die Kantone ca. 150 Mio CHF und der Bund ca. 200 Mio CHF für Weiterbildung aus. Dies entspricht 1.4 % aller Bildungsausgaben. Der grösste Teil dieser Ressourcen fliesst in die höhere Berufsbildung (Tertiär B). Über die Arbeitslosenversicherung werden jährlich ca. 800 Mio CHF in Arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM) investiert, wobei allerdings nur ein Teil dieser Ausgaben in Weiterbildungen fliesst.
Insgesamt hat der Weiterbildungsmarkt gemäss aktuellen Schätzungen ein Volumen von rund 5.3 Milliarden CHF. Diese Gelder werden vorwiegend von privater Seite investiert, das heisst von den TeilnehmerInnen selbst sowie von Betrieben, welche die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden (mit-)finanzieren. Mit Ausgaben in dieser Höhe kommt dem Weiterbildungsmarkt unbestritten volkswirtschaftliche Relevanz zu.
Bei der höheren Berufsbildung (Tertiär B) bestehen Unklarheiten bezüglich Definition und Zuordnung im Bildungssystem. So wird ein Teil dieses Bereichs gelegentlich zur Weiterbildung gezählt. Bekannt sind in diesem Bereich hingegen die Finanzflüsse: Insgesamt fliessen pro Jahr 287 Mio CHF in die höhere Berufsbildung. Getragen werden die Kosten zu 53% von der öffentlichen Hand, zu 22% von den Arbeitgebern und zu 25% von den Studierenden. (Quelle: BASS-Studie im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie BBT, Jan. 2009).
Die Diskussionen der letzten Jahre kreisten vor allem um Fragen der Transparenz sowie um einen Perspektivwechsel von der angebots- zur nachfrageorientierten Finanzierung.




